Italien · Salina · Malfa

Hotel Signum.

Alte Inselhäuser, Martina Carusos Küche und Thermalwasser in Malfa.

Eine schmale Gasse zwischen alten Mauern führt ins Signum.

Das Hotel Signum liegt in Malfa an der Nordküste von Salina, einer der Äolischen Inseln vor Sizilien. 1988 kauften Clara Rametta und Michele Caruso hier ein Herrenhaus, ein landwirtschaftliches Lagerhaus und eine Terrasse mit Gemüsegarten aus dem 19. Jahrhundert. Sie richteten 16 Zimmer ein und bewahrten die Steinstufen, Terrakottaböden und den alten Putz. Heute verteilen sich 30 Zimmer und Suiten auf die Häuser.

Inzwischen führen die Kinder das Hotel: Luca Caruso als Gastgeber und General Manager, Martina Caruso als Küchenchefin. Die Familie prägt das Haus bis in die kleinen Dinge — vom Gemüse aus Micheles Garten über Lucas Weinkeller bis zu den Cocktails von Cousin Raffaele.

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Zimmer zwischen Garten und Meer

Acanto, Malva, Ginestra, Assenzio: Die Zimmer tragen die Namen von Pflanzen, die auf Salina wachsen. Die Superior-Zimmer liegen zum Garten hin, teils mit eigener Terrasse, teils über dem Pool. Von den Deluxe-Zimmern schaut man aufs Meer, nach Panarea und Stromboli.

In der Suite Corbezzolo wohnte Massimo Troisi während der Dreharbeiten zu „Il Postino“. Im Schlafzimmer steht eine alte gusseiserne Wanne, kleine Balkone öffnen sich zum Golf von Malfa. Mehr Platz bieten die drei Suiten in Villa: Sie entstanden zwischen 2016 und 2018 in einem großen Haus am Meer, mit alten Zementfliesen und Holzbalkendecken.

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Martina Carusos Küche

Mit 16 entschied sich Martina Caruso fürs Kochen. Nach Stationen in Italien und im Ausland kehrte sie mit 23 ins Signum zurück; seit 2016 trägt das Restaurant einen MICHELIN-Stern. Sie verarbeitet den Fang der Fischer von Salina, darunter auch weniger gefragte Fische wie die Muräne. Das Gemüse kommt aus dem Garten ihres Vaters. Die Rotbarbe gehört seit Jahren zu ihrer Küche, jedes Jahr in einer neuen Fassung.

Martina kocht dort, wo früher Michele am Herd stand. 2024 baute die Familie die Küche neu, mit einer roten Kochinsel, einem Josper-Ofen und einem japanischen Holzkohlegrill. Gegessen wird auf der Terrasse oder in der Veranda, mit jeweils neun Tischen. Für ein unkomplizierteres Essen gibt es das Bistrot auf der Panoramaterrasse mit Gerichten nach Micheles Rezepten.

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Lucas Weinkeller und Raffaeles Bar

Mehr als zwanzig Jahre hat Luca Caruso an seinem Weinkeller gearbeitet. Heute umfasst die Auswahl über 1.200 Etiketten, mit besonderem Augenmerk auf Salina, die Äolischen Inseln und Sizilien. Der Keller liegt in einem Gewölbe, in dem früher Wein hergestellt wurde. Die alte Kelteranlage, der Palmento, steht noch darin.

An der Bar verwendet sein Cousin Raffaele Caruso Zutaten von der Insel. Für den Spicy Capp lässt er Kapern in Wodka ziehen; in den Salina in Black kommen wilde Brombeeren, solange es sie frisch gibt.

„Die Weinkarte ist wie ein Steinchen im Meer: Sie zieht Kreise, die immer weiter werden.“

Luca Caruso

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Thermalwasser im Signum Spa

2008 ließ die Familie nach Wasser bohren und stieß in rund 80 Metern Tiefe auf eine geothermische Quelle. Zum Spa im alten Lagerhaus gehören zwei Steinbecken unter freiem Himmel. Eines enthält das naturbelassene, grünliche Thermalwasser bei etwa 29 °C; im anderen wird es auf 35 bis 36 °C erwärmt.

Dazu kommt ein Dampfbad mit Kuppel, dessen Vorbild eine rund 3.500 Jahre alte thermale Anlage auf der Nachbarinsel Lipari ist. Die Pflegeprodukte werden eigens für das Signum hergestellt, mit fünf Zutaten der Insel: Kaper, Zitrone, Orange, Malvasia und Kaktusfeige.

Bilder

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Aus dem Haus.

Drei Fragen an das Signum-Team

  1. 01

    Was ist Ihr Lieblingsplatz?

    Die Spa — ein Ort, an dem man zur Ruhe kommt.

  2. 02

    Was empfehlen Sie zum Kennenlernen von Martinas Küche?

    Bagnacauda mit rohen Seeigeln.

  3. 03

    Wohin schicken Sie Gäste auf Salina?

    Nach Pollara zum Sonnenuntergang.

Tipp des Signum-Teams

Pollara zum Sonnenuntergang

Pollara liegt in einem alten Vulkankrater. Vor den wenigen Häusern ragt der Faraglione di Pollara aus dem Meer; hier wurden Szenen von „Il Postino“ gedreht. Das Signum-Team empfiehlt einen Besuch zum Sonnenuntergang. Am besten schon am frühen Abend hinfahren und Zeit zum Bleiben mitbringen. Wer den Bus nimmt, sollte die Rückfahrt vorher prüfen; alternativ kommen Roller oder Auto infrage.

Quellen & redaktioneller Stand

Grundlage dieses Porträts sind die Angaben des Hauses; zuletzt geprüft am 9. Oktober 2026.

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Die Bilder stellen die Häuser für die redaktionelle Nutzung bereit. Wo uns ein Fotograf bestätigt wurde, steht er hier.

  • Foto: Giò Martorana

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Essen & Trinken in der Nähe

Restaurant · Santa Marina Salina · ca. 15 Min. mit dem Auto

'nni Lausta

Seit 1994 kocht 'nni Lausta Inselküche, heute mit Fabio Giuffrè am Herd. Die Karte wechselt täglich: Sepia-Tatar mit Zitronat und Minze, hausgemachte Tagliolini mit eingelegter Zitrone, Kaninchen mit Kochwein und Mandeln, Mandarinen-Cremolata aus dem eigenen Garten; man sitzt auf der Terrasse zwischen Garten und Gemüsebeet im ersten Stock.

Für
Den besonderen Abend
Gut zu wissen
Täglich vom 1. April bis 31. Oktober, mittags 13–14 und abends 19–23 Uhr; Reservierung empfohlen.

Trattoria · Malfa · ca. 20 Min. zu Fuß

La Pinnata del Monsù

Trattoria in Malfa auf einer Terrasse mit Blick über Weinreben aufs Meer; früher ließ man an solchen Plätzen die Malvasia-Trauben trocknen. Es gibt Gnocchi mit Totani-Ragù, Schwertfisch-Braciola mit Auberginen und Vastedda, Fisch von der Angel nach Gewicht und zum Schluss einen frisch gefüllten Cannolo oder Malvasia mit Keksen.

Für
Ein Abendessen im Ort, zu Fuß vom Hotel

Agriturismo · Pollara · ca. 12 Min. mit dem Auto

Al Cappero

Agriturismo auf dem Felsvorsprung über der Bucht von Pollara, wo die Familie ihre Kapern anbaut und verarbeitet. Die Küche kocht nach Insel und Jahreszeit, mit den eigenen Kapern; die Tische stehen auf der Terrasse über dem Meer, abends im Licht des Sonnenuntergangs.

Für
Einen Ausflug nach Pollara, mit Kapernfeldern und Sonnenuntergang
Gut zu wissen
Führungen durch die Kapernfelder und die Verarbeitung werden extra angeboten.

Granita-Bar · Lingua · ca. 20 Min. mit dem Auto

Da Alfredo

Bar an der Piazza von Lingua, direkt am Wasser, bekannt für Granita und Pane cunzato, das reich belegte Brot der Inseln. Man sitzt draußen auf dem Platz.

Für
Granita am Vormittag oder ein schneller Mittag am Meer

Von CINCIN ausgewählt, nicht bezahlt. Wegzeiten sind ungefähr. Öffnungszeiten und Menüs ändern sich, bitte vor dem Besuch beim Betrieb prüfen.