Slowenien
Ein Schloss auf einer Flussinsel.

Dolenjska — Unterkrain — ist der Südosten Sloweniens, ein Land aus Hügeln, Weinbergen und Flussschleifen, das selbst Slowenen unterschätzen. Die Krka fließt hier langsam, in einem breiten Tal, an dessen Ufern Klöster, Burgen und Dörfer liegen, die seit dem Mittelalter kaum gewachsen sind.
Auf einer Insel in der Krka steht das Schloss Otočec — das einzige Wasserschloss des Landes, seit dem 13. Jahrhundert, heute ein Hotel mit Türmen, Park und einer Brücke, über die man abends zurückkommt. Um Novo Mesto herum wächst Cviček, ein leichter, saurer Rotwein, den man nur hier trinkt und nur hier versteht.
Slowenien ist klein genug, dass man von hier in eineinhalb Stunden in den Alpen, am Meer oder in Zagreb ist. Dolenjska ist der Grund, es nicht zu tun.
Ein Schloss, ein Fluss, ein Wochenende.
Wir empfehlen Dolenjska Leuten, die Bled und Ljubljana kennen und Slowenien jetzt ohne Kulisse wollen. Grad Otočec ist ein Schloss, in dem man wirklich schläft — auf einer Flussinsel, mit Park, Tennisplätzen und einer Küche, die den Cviček ernst nimmt. Für einen Anlass, den man später erzählt. Kommt im September zur Lese oder im Juni, wenn die Krka warm genug zum Baden ist. Von Ljubljana eine Stunde, von Zagreb kaum mehr.




