Slowenien in zwei Häusern

Reise

Slowenien in zwei Häusern

6. September 2026 · 2 Min · Redaktion CINCIN · Aktualisiert am 7. Oktober 2026

Foto: Nebesa

Vier Chalets für zwei, fast tausend Meter über dem Soča-Tal, und ein Schlosshotel auf einer Insel in der Krka im Südosten: zwei sehr verschiedene Orte in Slowenien.

Slowenien ist klein, aber seine Ecken sind sehr verschieden. Im Westen stehen die Julischen Alpen über der türkisen Soča. Im Südosten, in Dolenjska, windet sich die Krka durch niedrige Hügel und Weingärten.

Nebesa und Grad Otočec liegen an entgegengesetzten Enden des Landes, Ljubljana etwa dazwischen. Beide lassen sich auf einer Reise verbinden. Die Fahrt quer durchs Land braucht aber Zeit, deshalb eher mindestens zwei Nächte an jedem Ort einplanen als ein Wochenende für beide.

Nebesa: über dem Tal

Nebesa, slowenisch für Himmel, liegt auf fast tausend Metern oberhalb des Dorfs Livek bei Kobarid, mit Blick auf die Julischen Alpen. Es sind vier Chalets aus Holz, Stein und Glas, jedes rund 55 Quadratmeter groß, mit eigener Küche und für zwei Erwachsene gedacht. Architekt Rok Klanjšček hat sich an alpinen Hirtensiedlungen orientiert.

Ein Restaurant gibt es nicht. Das Frühstück bereiten die Gäste selbst aus dem zu, was bereitsteht; Snacks, Hauswein und andere Getränke stehen in den Gemeinschaftsräumen und im Weinkeller, ausgewählte Flaschen kosten extra, und warme Mahlzeiten lassen sich vorab bei einem Caterer bestellen. Drei Saunen, finnisch, mit Kräutern und Infrarot, und eine Kneippecke teilen sich alle Gäste. Fürs Abendessen im Tal gibt es eine Verbindung zur Familie: Ana Roš, Köchin der Hiša Franko rund 15 Autominuten entfernt, ist die Schwester der Gastgeberin Maja Roš Kanellopulos.

Grad Otočec: das Schloss im Fluss

In Dolenjska, bei Novo mesto, steht Schloss Otočec auf einer kleinen Insel in der Krka, über eine Brücke erreichbar. Heute ist es ein Schlosshotel und Mitglied von Relais & Châteaux.

Während man in Nebesa vor allem die Aussicht hat und sich selbst versorgt, ist Otočec ein Hotel mit Service und einem Restaurant im Schloss. Dolenjska ist auch die Heimat des Cviček, eines leichten, säuerlichen Rotweins, den man in der Gegend probieren kann.

Praktisch

Anreise über Ljubljana, oder über Zagreb, wenn man mit dem Schloss beginnt. Im Winter Zufahrt und Ankunftszeit vorher mit Nebesa absprechen: Die Straße wird frühmorgens geräumt, und die Rezeption ist nicht rund um die Uhr besetzt. Wer in der Hiša Franko essen möchte, reserviert dort separat; ein Tisch gehört nicht zum Aufenthalt.

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