Antiparos: Tipps für Strände, Ausflüge und die Anreise

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Antiparos: Tipps für Strände, Ausflüge und die Anreise

23. Oktober 2026 · 7 Min · Redaktion CINCIN

Foto: The Rooster

Anreise über Paros, ausgewählte Strände, die Höhle und ein Ausflug nach Despotiko: Tipps für Antiparos. Dazu Übernachten bei The Rooster.

Die Autofähre aus Pounta braucht etwa sieben Minuten nach Antiparos. Sie legt im Hauptort an, gegenüber der weißen Kirche Agia Marina. Dahinter beginnen die Gassen von Chora; zwei Strände sind nur zehn Gehminuten entfernt.

Wer hier wohnt, kann vieles zu Fuß machen. Wer sich für die Bucht von Livadia an der Westküste und The Rooster entscheidet, plant seine Wege anders. Dieser Guide hilft bei der Wahl: mit den Fährverbindungen, vier unterschiedlichen Stränden, einem Ausflug nach Despotiko und zwei Adressen zum Essen.

Ankunft mit der Autofähre: Am Anleger von Antiparos steht die Kirche Agia Marina mit ihrer blauen Kuppel, dahinter beginnt Chora. Foto: Mael Gouyet / Unsplash
Ankunft mit der Autofähre: Am Anleger von Antiparos steht die Kirche Agia Marina mit ihrer blauen Kuppel, dahinter beginnt Chora. Foto: Mael Gouyet / Unsplash

Anreise nach Antiparos: Welche Fähre passt?

Der Weg führt immer über Paros. Von Athen fliegt man in rund 45 Minuten zum Flughafen im Südosten der Insel; Fähren aus Piräus und Rafina legen in Parikia an, dem Haupthafen. Welche der beiden Verbindungen nach Antiparos passt, hängt davon ab, wo man ankommt und ob ein Auto mitfährt.

  • Autofähre ab Pounta an der Westküste von Paros: das ganze Jahr, jeden Tag. Tickets gibt es nur an Bord, bar oder mit Karte, reservieren kann man nicht; wer mit Auto oder Motorrad kommt, parkt erst auf dem Schiff und zahlt dann. Nach Pounta fahren die Busse von KTEL Paros ab Parikia, wo der Busbahnhof direkt am Hafen liegt.
  • Personenboot ab Parikia: nur in den Sommermonaten und nur für Passagiere, rund 30 Minuten direkt in den Hafen von Antiparos. Die einfachste Lösung für alle, die ohne Auto mit der Fähre in Parikia ankommen.

Busse verbinden den Flughafen mit Parikia; den Fahrplan gleicht man am besten mit der eigenen Ankunftszeit ab. Die Fahrt dauert rund 30 Minuten, von Parikia geht es mit dem Boot oder mit dem Bus nach Pounta weiter. Alternativ nimmt man ein Taxi direkt nach Pounta. Die Abfahrtszeiten wechseln mit der Saison; aktuelle Pläne stehen bei Antiparos Ferries und KTEL Paros.

Braucht man auf Antiparos ein Auto?

Für den Hauptort und seine Strände nicht. Im Ort lohnt der Weg ins Kastell, das der Venezianer Leonardo Loredan nach 1440 zum Schutz vor Piraten bauen ließ: Eine eigene Mauer hat es nicht, die Außenseiten bilden die Rückwände hoher Häuser. Psaraliki und Sifneiko erreicht man zu Fuß, und vom Hafen fahren Busse zur Höhle und nach Agios Georgios. Die Insel misst nur 38 Quadratkilometer; 13 ausgeschilderte Wanderwege folgen alten Eselspfaden und Feldwegen zu Feuchtgebieten, Olivenhainen und verlassenen Minen.

Anders sieht es an der Westküste aus. Livadia liegt eine Viertelstunde Autofahrt vom Hauptort, ebenso Soros an der Südküste. Wer dort wohnt und jeden Tag eine andere Bucht sehen möchte, plant einen Mietwagen ein und nimmt ihn auf der Autofähre mit herüber.

Eine Bucht mit Sand und Felsen nahe The Rooster an der Westküste der Insel. Foto: The Rooster
Eine Bucht mit Sand und Felsen nahe The Rooster an der Westküste der Insel. Foto: The Rooster

Welcher Strand passt zu deinem Tag?

Welcher Strand an einem Tag passt, entscheidet im Sommer meist der Meltemi, der kräftige Nordwind der Ägäis. Vier Strände für unterschiedliche Tage:

  • Psaraliki, für Familien und den ersten Tag: zwei Strände zehn Gehminuten vom Ort, mit flachem Wasser, grobem Sand und Schatten unter Bäumen; am ersten gibt es ein Café. Der zweite eignet sich mit seiner flachen, sandigen Bucht für Familien; The Rooster bringt hier auch Anfängern Wasserski und Wakesurfen bei. Wenn es bläst, gehört der erste Strand den Windsurfern.
  • Sifneiko, für den Abend: Ein gepflasterter Weg führt in zehn Minuten vom Ort zu dem nach Westen gerichteten Sandstrand mit Blick auf Sifnos. Bäume spenden Schatten, Liegen gibt es keine, dafür zwei Bars und einen erhöhten Aussichtspunkt mit Bänken für den Sonnenuntergang. Vor Wind ist die Bucht nicht geschützt; sie lohnt sich an ruhigen Tagen.
  • Agios Georgios, für ruhiges Wasser: ein kleiner Sandstrand an der geschützten Südwestküste, rund elf Kilometer vom Hauptort, mit flachem Wasser, einigen Schirmen und Liegen und einer Strandbar. Der Bus fährt hierher, Fischtavernen liegen in Gehweite, und vom Anleger starten die Boote nach Despotiko.
  • Livadia, für Wind und Wellen: Die Bucht unter The Rooster liegt nach Nordwesten offen. Bei Meltemi bauen sich Wellen auf, und eine kleine Surfszene trifft sich hier; die Lehrer des Hotels bringen auch Anfänger aufs Brett. Am Strand selbst gibt es nichts zu kaufen. Schirm und Proviant bringt man mit.

Die Höhle von Antiparos besuchen

1673 feierte ein französischer Gesandter in der Höhle die Weihnachtsmesse. Der acht Meter hohe Stalagmit, der dabei als Altar diente, trägt den Namen bis heute. Der Besuch beginnt mit dem Abstieg über gut 400 Stufen – und endet mit dem Weg wieder hinauf.

Unten ist es auch im August kühl und feucht, feste Schuhe und Wasser gehören mit. Im Sommer fährt vom Hafen ein Bus hinauf; geöffnet ist in der Saison täglich bis Ende Oktober, im Winter nur nach Absprache mit der Gemeinde.

Despotiko: Mit dem Boot zum Apollon-Heiligtum

Rund 700 Meter vor der Südküste liegt die unbewohnte Insel Despotiko. Auf einer Halbinsel an ihrer Nordostseite, gegenüber Agios Georgios, gründete die Stadt Paros in archaischer Zeit ein großes Heiligtum des Apollon. Nach Delos ist es das größte der Kykladen, und keine antike Quelle erwähnt es; Archäologen der Ephorie graben hier seit Ende der 1990er-Jahre.

Die Boote legen am kleinen Anleger von Agios Georgios ab, gleich neben den Tavernen. Captain Sargos, der Fischer Giorgos Marianos, fährt im Sommer täglich mehrmals hinüber, allerdings zum Badestrand Livadi im Süden der Insel, nicht zum Heiligtum. Wer die Ausgrabung sehen will, bucht eine private Fahrt und spricht die Anlandung an der Nordostküste vorher ab; reservieren muss man in jedem Fall.

An Land führt seit 2020 ein sanft ansteigender Besucherweg von der Küste hinauf, angelegt auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität; das Ein- und Aussteigen am Boot klärt man vorab mit dem Bootsführer. Funde aus dem Heiligtum, darunter der Kopf eines archaischen Kouros, zeigt das Archäologische Museum von Paros in Parikia, ein guter Halt am An- oder Abreisetag.

Die weiße Häuserzeile am Hafen von Antiparos, vom Wasser aus gesehen. Wenige Schritte von hier liegt Elia Kafenes. Foto: Patrick Lalonde / Unsplash
Die weiße Häuserzeile am Hafen von Antiparos, vom Wasser aus gesehen. Wenige Schritte von hier liegt Elia Kafenes. Foto: Patrick Lalonde / Unsplash
Zwei Liegen auf trockenem Gras über einer Felsbucht bei The Rooster: Wer am Haus bleibt, hat das Meer vor der Tür. Foto: The Rooster
Zwei Liegen auf trockenem Gras über einer Felsbucht bei The Rooster: Wer am Haus bleibt, hat das Meer vor der Tür. Foto: The Rooster

Essen auf Antiparos: zwei Adressen außerhalb des Hotels

Elia Kafenes in Chora, wenige Schritte vom Hafen, ist die Adresse für den Vormittag zwischen Fähre und Strand. Als Panagiotis Vlachakis es eröffnete, hatten 14 Gäste Platz, und man sagte ihm, das sei kein Lokal, sondern ein Kiosk. Heute gibt es ab 9 Uhr Frühstück mit amerikanischem Einschlag, gekocht mit Gemüse von der Insel, und abends moderne griechische Küche. Die Karte wechselt zweimal pro Saison, die Weinliste setzt auf griechische Winzer. Im Sommer reserviert man besser.

Captain Pipinos in Agios Georgios gehört zu den ältesten Tavernen der Bucht, aus der Zeit, als man sie nur mit dem Boot erreichte. Dieselbe Familie führt sie bis heute, und ihre Boote bringen den Fang. Der Fisch des Tages liegt ganz in der Auslage, man wählt selbst und zahlt nach Kilo; wer mittags kommt, kann einen Fisch fürs Abendessen zurücklegen lassen. Die Terrasse schaut nach Westen über die Bucht auf Despotiko, hinter dem abends die Sonne untergeht. Nach der Bootsfahrt ist es der naheliegende Tisch.

Privater Pool eines Hauses bei The Rooster, umgeben von Gräsern und Hügeln. Jedes der 16 Häuser hat seinen eigenen. Foto: The Rooster
Privater Pool eines Hauses bei The Rooster, umgeben von Gräsern und Hügeln. Jedes der 16 Häuser hat seinen eigenen. Foto: The Rooster

Übernachten bei The Rooster

The Rooster hat keine Zimmer, sondern 16 Häuser, verteilt über rund zwölf Hektar Gärten, wilde Hänge und Dünen über der Bucht von Livadia. Das Architekturbüro VOIS hat sie nach dem Vorbild der Katikies entworfen, der einfachen Bauernhäuser der Insel; gegründet hat das Haus Athanasia Comninos. Jedes hat einen eigenen Pool und eine Außendusche.

Gegessen wird im Restaurant, an der Bar, im Secret Garden und in den Tipis in den Dünen über der Bucht. Küchenchef ist Simos Triantafyllou; auf der Farm kocht die Küche im Holzofen und über offenem Feuer, mit Gemüse aus den eigenen Gärten.

Die Tage verbringt man hier mit Schwimmen, Paddeln oder Wandern auf den alten Pfaden der Insel. Fahrräder, Paddleboards, Strandstühle und Schirme sind für Hausgäste inklusive. Das Hotel organisiert Jeep-Touren, geführte Wanderungen und Ausfahrten mit Kapitän Sargos auf seinem hölzernen Kaiki; aus dem Fang kocht die Küche danach Kakavia, die Fischersuppe der Inseln. Wer abends in Chora essen möchte, organisiert Hin- und Rückfahrt vorab.

Lange Tafel unter dem Schilfdach bei The Rooster. Gemüse und Kräuter für die Küche kommen aus den eigenen Gärten des Hauses. Foto: The Rooster
Lange Tafel unter dem Schilfdach bei The Rooster. Gemüse und Kräuter für die Küche kommen aus den eigenen Gärten des Hauses. Foto: The Rooster

Wann lohnt sich eine Reise nach Antiparos?

The Rooster öffnet nur in der Saison, ungefähr von Mai bis Anfang Oktober. Die Termine für 2027 sollte man vor der Reiseplanung beim Hotel bestätigen lassen.

Die Insel selbst hat eine längere Saison. Die Autofähre ab Pounta fährt das ganze Jahr, die Höhle ist bis Ende Oktober täglich geöffnet, und Elia Kafenes arbeitet sieben Monate im Jahr. Das Boot ab Parikia und die Fahrten nach Despotiko gibt es dagegen nur im Sommer, wenn auch der Meltemi weht.

Vor der Buchung

  • Transfer: The Rooster holt Gäste am Flughafen oder am Hafen von Paros ab, 150 Euro pro Haus und Strecke. Flug- oder Fährnummer und Ankunftszeit braucht das Hotel mindestens 48 Stunden vorher.
  • Häuser: Meerblick haben nicht alle, einige schauen in die Landschaft. Für Familien gibt es zwei Haustypen für bis zu fünf Gäste und das Farmhouse für bis zu sechs; das Spa ist erst ab 18 Jahren.
  • Captain Pipinos: in der Saison täglich von 12 bis 23 Uhr, die Küche kocht durchgehend.
  • Archäologisches Museum von Paros: 8.30 bis 15.30 Uhr, dienstags geschlossen.
  • Mehr zum Haus steht in unserem Porträt von The Rooster.
Quellen (25), geprüft am 7. Oktober 2026
  1. The Rooster: Website
  2. The Rooster: Unterkünfte
  3. The Rooster: Essen und Trinken
  4. The Rooster: Erlebnisse (Days in The Rooster)
  5. The Rooster: Die Insel
  6. The Rooster: Hausregeln
  7. The Rooster: House of Healing
  8. The Rooster: Transfer
  9. The Rooster: Kontakt und Saison
  10. Antiparos Ferries: Fahrplan
  11. Antiparos Ferries: Route Pounta
  12. Antiparos Ferries: Route Parikia
  13. KTEL Paros: Busfahrpläne
  14. Hellenic Civil Aviation Authority: Flughafen Paros
  15. Visit Greece (GNTO): Antiparos
  16. Region Südägäis: Antiparos
  17. Ephorie der Altertümer der Kykladen: Despotiko
  18. Ephorie der Altertümer der Kykladen: Führer Paros – Antiparos – Despotiko (PDF)
  19. Ephorie der Altertümer der Kykladen: Öffnungszeiten 2026
  20. travel.gr: Die Strände von Antiparos
  21. travel.gr: Die Höhle von Antiparos
  22. Showcaves.com: Höhle von Antiparos
  23. Captain Sargos: Bootsfahrten
  24. Elia Kafenes
  25. Captain Pipinos

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