Treehotel — der Mirrorcube, ein verspiegelter Würfel, der den Wald reflektiert und beinahe unsichtbar wird

© Treehotel

Harads, Schwedisch-Lappland · am Lule-Fluss

Treehotel

ArchitekturWaldNordischStaunen

Treehotel liegt im Wald bei Harads, einem Dorf mit rund 500 Einwohnern am Lule-Fluss im Norden Schwedens, nicht weit vom Polarkreis. Es ist kein Hotel im üblichen Sinn, sondern eine Sammlung einzelner Baumzimmer, hoch zwischen die Kiefern gebaut — jedes von einem anderen führenden Architekturbüro entworfen. Ein verspiegelter Würfel, der im Wald verschwindet. Ein riesiges Vogelnest. Eine fliegende Untertasse. Ein Zimmer, umhüllt von 350 Vogelhäusern. Zwischen den Stämmen, mit Rezeption und Restaurant im alten Gästehaus von Britta, entsteht so ein Ort, an dem moderne Architektur und nordische Wildnis ununterscheidbar werden.

Lage
Harads, Schwedisch-Lappland · am Lule-Fluss
Am besten für
Design · Architektur · Paare · Nordlichter · Natur
Best season
Ganzjährig · Year-round (Nordlichter Sep–März, Mitternachtssonne Jun–Jul)
Price
€€€€
Zur Hotel-Website
treehotel.se

Anreise

  • Flughafen Luleå (ca. 1 Std.)
  • Bahnhof Boden (ca. 40 Min.)
  • Privattransfer auf Anfrage

Basisinformationen

  • Anzahl Zimmer: 9

Hotel Features

  • 9 einzigartige Baumzimmer, je von einem anderen Architekturbüro (Oasis ab August 2026)
  • Architekten u.a. Snøhetta, Bjarke Ingels Group (BIG), Tham & Videgård, Rintala Eggertsson
  • Britta's Guesthouse: Rezeption, Restaurant, Bar & Sauna
  • Forest Spa mit Saunen am Lule-Fluss

Galerie

Treehotel — das 7th Room unter dem Nordlicht über Schwedisch-Lappland

© Treehotel

Treehotel — die Biosphere, ein zwischen Bäumen schwebendes Zimmer, umhüllt von 350 Vogelhäusern

© Treehotel

Treehotel — das UFO, eine fliegende Untertasse, die zwischen den Bäumen über dem Waldboden schwebt

© Treehotel

Treehotel — der Mirrorcube unter dem Nordlicht im Winter

© John Butlin, Treehotel

Treehotel — die Dragonfly, ein großes, von rostigem Metall verkleidetes Zimmer, getragen von sechs Kiefern

© Treehotel

Treehotel — Oasis, das neue, am Waldboden gelegene Baumzimmer mit geschwungenen Wänden um die Stämme

© Nadén & Lind, Treehotel

Treehotel — The Cabin, eine an den Bäumen hängende Kapsel, erreichbar über eine lange Brücke

© Treehotel

Treehotel — das Bird's Nest, von außen ein riesiges Vogelnest aus Ästen, das im Wald verschwindet

© Treehotel

Treehotel — das 7th Room aus geschwärztem Holz bei Mondlicht über den Baumwipfeln

© Johan Jansson, Treehotel

Treehotel — ein Gericht der Schwedisch-Lappland-Küche im Restaurant des Treehotel

© Jonas Westling, Treehotel

Unsere Einschätzung

Warum wir es lieben

01

Neun Baumzimmer, jedes von einem anderen Architekturbüro — von Snøhetta und Bjarke Ingels bis Tham & Videgård und Rintala Eggertsson.

02

Der Mirrorcube, der den Wald spiegelt und verschwindet, und das 7th Room mit seiner Netzterrasse unter dem freien Himmel.

03

Die Biosphere von BIG, umhüllt von 350 Vogelhäusern — Architektur, die nicht nur schön ist, sondern den Wald bereichert.

04

Eine Geschichte, die mit einem Dokumentarfilm und Britta's kleinem Gästehaus begann — kein Konzept am Reißbrett, sondern aus dem Ort gewachsen.

05

Schwedisch-Lappland selbst: Kiefernwald und Lule-Fluss, Nordlichter im Winter, Mitternachtssonne im Sommer.

Treehotel — der Mirrorcube, ein verspiegelter Würfel, der den Wald reflektiert und beinahe unsichtbar wirdTreehotel — das 7th Room aus geschwärztem Holz bei Mondlicht über den BaumwipfelnTreehotel — die Biosphere von Bjarke Ingels Group, eine kugelförmige Wolke aus Nistkästen im WaldTreehotel — Detail aus dem Restaurant des Britta's GuesthouseTreehotel — der Mirrorcube mit seinem Aufgang zwischen den Bäumen

© Treehotel

Wie alles begann

Ein Film, ein Dorf, ein Baum

Treehotel entstand aus einem Film. Kent Lindvall und seine Frau Britta Jonsson-Lindvall führten in Harads das kleine Gästehaus „Britta's Pensionat", als ihr Freund, der Filmemacher Jonas Selberg Augustsén, in der Gegend seinen Dokumentarfilm „Trädälskaren" (Der Baumliebhaber) drehen wollte — die Geschichte dreier Männer aus der Stadt, die zu ihren Wurzeln zurückkehren und gemeinsam ein Baumhaus bauen. Für den Film entstand ein erstes Baumhaus, und mit ihm eine Idee.

2010 öffnete Treehotel mit den ersten Baumzimmern. Kent lud führende skandinavische Architekten ein — einige hatte er auf Angelreisen kennengelernt — und ließ jedem ein eigenes Zimmer im Wald entwerfen. Seit 2022 wird das Haus von Jonas Olsson und Hannah Wennebro geführt, die die ursprüngliche Idee weitertragen: einen Ort, an dem zeitgenössische Architektur und der Wald von Norrbotten zusammenfinden.

Treehotel — der Mirrorcube mit seinem Aufgang zwischen den BäumenTreehotel — das UFO, eine fliegende Untertasse, die zwischen den Bäumen über dem Waldboden schwebtTreehotel — das Bird's Nest, von außen ein riesiges Vogelnest aus Ästen, das im Wald verschwindetTreehotel — der Blue Cone, eine leuchtend rote Hütte mit Holzschindeln, über eine sanfte Rampe erreichbarTreehotel — Innenraum von The Cabin mit panoramischer Fensterfront zum WaldTreehotel — die Dragonfly, ein großes, von rostigem Metall verkleidetes Zimmer, getragen von sechs KiefernTreehotel — das 7th Room, das höchste und größte Baumzimmer, mit Netzterrasse zwischen den KiefernTreehotel — Innenraum des 7th Room mit großen Fenstern und Blick in die BaumkronenTreehotel — die Biosphere, ein zwischen Bäumen schwebendes Zimmer, umhüllt von 350 VogelhäusernTreehotel — Innenraum der Biosphere mit Glaswänden und Blick auf die umliegenden VogelhäuserTreehotel — Oasis, das neue, am Waldboden gelegene Baumzimmer mit geschwungenen Wänden um die StämmeTreehotel — Innenraum von Oasis mit geschwungenen Holzwänden, die den Blick nach oben lenkenTreehotel — Innenraum des Mirrorcube mit Birkensperrholz und Fenstern in den Wald

© NorrisNiman, Treehotel

Die Baumzimmer

Neun Architekten, neun Welten im Wald

Jedes Baumzimmer trägt die Handschrift eines anderen Büros. Der Mirrorcube von Tham & Videgård ist ein verspiegelter Würfel, der den Wald reflektiert und beinahe verschwindet; in seiner Mitte wächst ein Baum. Das Bird's Nest und das UFO stammen beide von Bertil Harström (Inredningsgruppen): das eine außen ein riesiges Geäst, innen überraschend hell; das andere eine fliegende Untertasse, deren Leiter sich aus dem Bauch herabsenkt. Der Blue Cone von Sandell Sandberg ist mit Birkenschindeln gedeckt und über eine Rampe barrierefrei erreichbar.

The Cabin von Cyrén & Cyrén hängt wie eine Kapsel zwischen den Bäumen, erreichbar über eine lange Brücke. Die Dragonfly von Rintala Eggertsson wiegt fast zwanzig Tonnen, ruht auf sechs Kiefern und ist das größte der klassischen Zimmer. Das 7th Room von Snøhetta ist das höchste und weiteste: geschwärztes Holz, raumhohe Fenster und eine Netzterrasse, auf der man unter dem freien Himmel liegt.

Zwei jüngere Zimmer schreiben die Idee fort: die Biosphere der Bjarke Ingels Group (BIG), entworfen mit dem Ornithologen Ulf Öhman und umhüllt von 350 Vogelhäusern, die den Wald selbst beleben sollen — und Oasis von Nadén & Lind, das ab August 2026 nicht in die Höhe, sondern auf den Waldboden gebaut ist: geschwungene Wände um die Stämme, eigene Sauna, Hot Tub und Platz für bis zu fünf Gäste.

Treehotel — der Speiseraum im Britta's Guesthouse mit Blick in den WaldTreehotel — Detail aus dem Restaurant des Britta's GuesthouseTreehotel — Tree Dining, ein in den Baumwipfeln servierter Gang über dem WaldTreehotel — kunstvoll angerichtetes Gericht aus regionalen Zutaten NorrbottensTreehotel — ein Gericht der Schwedisch-Lappland-Küche im Restaurant des Treehotel

© Jonas Westling, Treehotel

Britta's Guesthouse

Wo der Tag beginnt und endet

Das Herz des Treehotel steht am Boden: Britta's Guesthouse, das alte Pensionat, in dem alles begann. Hier checkt man ein, hier liegen Rezeption, Bar, Sauna und das Restaurant. Gekocht wird ganzjährig eine Küche aus Schwedisch-Lappland — Wild aus den umliegenden Wäldern, Fisch, Beeren und Zutaten von Erzeugern aus der Region, dazu ein Frühstücksbuffet mit Pfannkuchen, frisch gebackenem Brot, lokalem Käse und Wurst.

Wer mag, lässt das Abendessen nicht im Saal servieren, sondern hoch oben: Beim Tree Dining wird ein Menü in den Baumwipfeln aufgetischt, rund zehn Meter über dem Waldboden — Lappland auf dem Teller und unter den Füßen zugleich.

Treehotel — das 7th Room unter dem Nordlicht über Schwedisch-LapplandTreehotel — der Mirrorcube unter dem Nordlicht im WinterTreehotel — die Biosphere von Bjarke Ingels Group, eine kugelförmige Wolke aus Nistkästen im WaldTreehotel — Oasis aus der Vogelperspektive, eingebettet in den Wald von HaradsTreehotel — das UFO im Wald, mit ausklappbarer Leiter an der Unterseite

© Treehotel

Schwedisch-Lappland

Der Wald, der Fluss, das Licht

Treehotel liegt bei Harads am Lule-Fluss, etwa eine Stunde vom Flughafen Luleå und rund vierzig Minuten vom Bahnhof Boden entfernt. Ringsum liegt die Weite Norrbottens: Kiefernwälder, Wasser und der Himmel des Nordens. Im Winter steht hier das Nordlicht, im Sommer geht die Sonne wochenlang nicht unter.

Die Tage füllen sich mit dem, was die Landschaft hergibt — Saunagänge im Forest Spa am Fluss, Hundeschlitten- und Schneemobiltouren, Eisfischen, Wanderungen und im Sommer lange helle Abende. Im selben Dorf liegt mit Arctic Bath ein weiteres bekanntes Designprojekt; die beiden Häuser teilen sich diesen außergewöhnlichen Flecken Lapplands.

Menschen

Die Gastgeber

Treehotel beruht auf einer einfachen, eigensinnigen Idee: führende Architekten in den Wald einzuladen und jedem ein einzelnes Baumzimmer entwerfen zu lassen — ohne ein gemeinsames Vokabular, ohne Drang zur Einheitlichkeit. So steht der verspiegelte Würfel neben dem Vogelnest, die fliegende Untertasse neben der Dragonfly. Gegründet von Kent und Britta Lindvall, die hier ihr Gästehaus führten, und seit 2022 von Jonas Olsson und Hannah Wennebro weitergeführt, bleibt das Haus seiner Grundüberzeugung treu: Architektur soll dem Wald nicht etwas hinzufügen, sondern eine neue Art eröffnen, in ihm zu sein.

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Lage

Sweden

Harads, Norrbotten

Treehotel, Edeforsväg 2A, 960 24 Harads, Sweden

Treehotel liegt im Wald bei Harads, einem Dorf mit rund 500 Einwohnern am Lule-Fluss im Norrbotten, dem nördlichsten Teil Schwedens, nicht weit vom Polarkreis. Der Flughafen Luleå ist etwa eine Stunde entfernt, der Bahnhof Boden rund vierzig Minuten. Ringsum liegt die Weite Schwedisch-Lapplands: Kiefernwälder, der Fluss, lange Winter mit Nordlichtern und Sommer mit der Mitternachtssonne. Die Region bietet Hundeschlitten- und Schneemobiltouren, Eisfischen, Saunieren am Fluss und Wanderungen — und mit dem benachbarten Arctic Bath ein weiteres bekanntes Designprojekt im selben Dorf.

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