
Lakonien und die Mani: Tipps für den stillen Süden des Peloponnes
Im Süden des Peloponnes wohnt man in Lakonien auf einem Hof zwischen Olivenbäumen, Reben und Gemüsegarten. Wann sich die Reise lohnt, wie man auf Eumelia wohnt und was man vor der Buchung klären sollte.
Wer den Süden des Peloponnes mit Lakonien und der Mani plant, sucht meist zuerst nach Stränden und Hafenorten. Unser Tipp setzt früher an, im Landesinneren: Bei Gouves in Lakonien liegt Eumelia, ein landwirtschaftlicher Betrieb, auf dem man auch übernachten kann. Olivenhain, Reben und Gemüsegarten bilden den Rahmen für vier Gästehäuser.
Eumelia ist bisher das einzige Haus, das wir in dieser Gegend ausgewählt haben. Dieser Beitrag beschränkt sich deshalb auf das, was wir über den Hof und seine Lage belegen können, und verzichtet auf eine allgemeine Liste von Sehenswürdigkeiten.

Wo wohnen: ein Haus auf dem Hof
Die vier Häuser heißen Grape Vine, Lavender, Almond Tree und Sunflower. Schlafzimmer, Wohnraum mit Kamin, Essbereich und Küche gehören zur Grundausstattung, eigene Veranden und Gärten öffnen die Häuser zur Landschaft. Man wohnt also eher wie in einem kleinen Ferienhaus als in einem Hotelzimmer.
Die Bauweise berücksichtigt Sommer und Winter. Auf seiner aktuellen Website schreibt der Hof ausdrücklich, dass er das ganze Jahr über Gäste empfängt.
Was tun: vom Olivenhain an den Tisch
Auf Eumelia ist der Hof selbst das Programm. Olivenölverkostungen und Kochkurse machen die eigenen Produkte zum Teil der Reise, dazu kommen Verkostungen von Naturweinen und Führungen über das Gelände. In der Küche werden saisonale Zutaten aus dem Garten und der Region verwendet.
Laut Hof wachsen hier die Olivensorten Myrtolia, Koroneiki und Agrelia, außerdem Reben, Gemüse und Kräuter bis hin zu Safran. Gearbeitet wird nach eigener Beschreibung biodynamisch und nach Prinzipien der Permakultur; eine Zertifizierung nennt der Hof nicht. Er bezeichnet sich als von Slow Food anerkannten Betrieb.
Welche Mahlzeiten an den eigenen Reisedaten angeboten werden, stimmt man am besten vorab mit dem Haus ab.



Wann hin: mit der Jahreszeit planen
Der Hof empfängt laut Website ganzjährig Gäste, doch die Jahreszeit bestimmt, was man dort erlebt. Im Herbst bietet Eumelia Aufenthalte rund um die Olivenernte an, daneben gibt es kulinarische Retreats und Yoga-Retreats.
Wer wegen einer bestimmten Tätigkeit kommt, fragt nach Termin und Verfügbarkeit. Ein Ernteprogramm ist ein eigenes Angebot und gehört nicht automatisch zu jeder Übernachtung; das gilt ebenso für Kochkurse.
Wie hinkommen und was in der Nähe liegt
Als nächste Stadt nennt der Hof auf seiner Website Sparta. Unter den Hafenorten der Gegend führt er Monemvasia, Gythio und Neapoli auf. Entfernungen und Fahrzeiten geben wir hier bewusst nicht an, weil wir sie nicht belegen können; die genaue Anreise klärt man am besten bei der Buchung mit dem Haus.
Für Tage an der Küste ist der Hof damit eher Ausgangspunkt als Strandquartier. Wer vor allem Meer sucht, plant die Ausflüge dorthin ein und kehrt abends aufs Land zurück.


Vor der Buchung klären
Belegung: Wie viele Personen ein Haus aufnimmt, nennt der Hof auf den von uns geprüften Seiten nicht. Bei der Anfrage angeben, wer mitreist.
Verpflegung: Welche Mahlzeiten angeboten werden, hängt von den Reisedaten ab. Vorab abstimmen.
Aktivitäten: Olivenernte, Kochkurse und Retreats sind eigene, zum Teil saisonale Angebote. Termine früh erfragen, wenn die Reise darauf ausgerichtet ist.



