Mallorca ohne Trubel: Artà im Nordosten, Santanyí im Südosten

Reise

Mallorca ohne Trubel: Artà im Nordosten, Santanyí im Südosten

1. Oktober 2026 · 3 Min

Wer Mallorca abseits des Massentourismus sucht, schaut in den Osten der Insel: eine Finca in den Hügeln bei Artà oder ein Herrenhaus mitten in Santanyí. Wo man ruhig wohnt und was man dort tut.

Ruhe auf Mallorca ist vor allem eine Frage der Lage. Wer nicht an einer Strandpromenade wohnen möchte, findet im Osten der Insel zwei Gegenden, die sich gut eignen und doch ganz verschieden sind. Bei Artà im Nordosten liegt man auf dem Land, zwischen Feldern, Wald und den Hügeln am Naturpark Llevant. In Santanyí im Südosten wohnt man in einem kleinen Ort mit Cafés und Markt, und das Meer ist ein Ausflug, kein Blick aus dem Fenster.

Für jede Gegend stellen wir ein Haus aus unserer Auswahl vor und sagen, wie man die Tage dort verbringt. Beide Häuser nehmen Gäste ab 14 Jahren auf.

Nordosten: Artà und das Land am Naturpark Llevant

Pool vor den Natursteingebäuden der Finca, dahinter Palmen und ein bewaldeter Berg. Foto: Es Racó d’Artà
Pool vor den Natursteingebäuden der Finca, dahinter Palmen und ein bewaldeter Berg. Foto: Es Racó d’Artà

Es Racó d’Artà: eine Finca in den Hügeln

Es Racó d’Artà verteilt sich rund um eine alte Finca in den Hügeln bei Artà. Antoni Esteva und Jaume Danús haben das landwirtschaftlich geprägte Anwesen zum Hotel umgebaut. Ruhig ist es hier schon deshalb, weil sich die Gäste über das Gelände verteilen.

Wie ruhig, hängt von der Unterkunft ab. Im Haupthaus Sa Possessió gibt es acht Zimmer. Die Casitas liegen im Wald, mit eigener Terrasse und Außendusche; einen privaten Pool haben nur ausgewählte Kategorien. Wer noch mehr für sich sein möchte, wählt eines der eigenständigen Häuser, Sa Meva Casa oder Sa Finqueta. Bei der Buchung lohnt es sich, genau auf die Unterkunft zu achten.

Was tun im Nordosten?

Der Naturpark Llevant grenzt an das Gut und ist der naheliegende Grund, das Gelände zu verlassen. Ein Tag im Park, zu Fuß oder mit dem Rad, passt gut zum Rhythmus dieser Gegend. Zu Sa Finqueta gehören laut Website des Hauses zwei E-Bikes.

Im Haus selbst gehören Yoga, Meditation und Handwerksworkshops zum Angebot, dazu mehrtägige Programme. Einen weiteren Schwerpunkt bilden das Spa und die Wasseranwendungen; das Spa ist ab 16 Jahren zugänglich. Welche Anwendungen und Aktivitäten zum Aufenthalt gehören, klärt man am besten vorab mit dem Hotel.

Gegessen wird im Restaurant des Hauses: mediterrane Küche mit Gemüse aus den eigenen Gärten und Produkten kleiner Erzeuger aus der Umgebung. Für einen Aufenthalt auf dem Land ist das praktisch, denn abends muss niemand mehr ins Auto steigen.

Außenterrasse mit Tischen und Stühlen unter einem großen Olivenbaum. Foto: Es Racó d’Artà
Außenterrasse mit Tischen und Stühlen unter einem großen Olivenbaum. Foto: Es Racó d’Artà
Sonnenuntergang über bewaldeten Hügeln, im Vordergrund Ziegeldächer und eine Terrasse. Foto: Es Racó d’Artà
Sonnenuntergang über bewaldeten Hügeln, im Vordergrund Ziegeldächer und eine Terrasse. Foto: Es Racó d’Artà
Blick über die Dächer von Santanyí auf das Hotel mit Pool, Gärten und Kirchturm im Hintergrund. Foto: Can Ferrereta
Blick über die Dächer von Santanyí auf das Hotel mit Pool, Gärten und Kirchturm im Hintergrund. Foto: Can Ferrereta

Südosten: Santanyí und Can Ferrereta

Im Südosten liegt die Ruhe nicht auf dem Land, sondern hinter Mauern. Can Ferrereta ist ein historisches Herrenhaus mitten in Santanyí, in der Carrer de Can Ferrereta 12. Hinter dem Hotel steht die Familie Soldevila-Ferrer, den Umbau plante Bastidas Architecture. Steinbögen und Holzbalken stehen neben modernen Ergänzungen, dazu kommt ein Garten mit Pool.

Das Haus hat 32 Zimmer und Suiten. Man wohnt im historischen Gebäude, auf zwei Ebenen in der Duplex Suite oder mit eigenem Außenbereich. Einen privaten Pool hat nur die Pool Suite; Garten und Terrasse hängen ebenfalls von der Kategorie ab.

Was tun in Santanyí?

Santanyí ist ein Ort, den man zu Fuß erlebt. Cafés und Markt liegen vor der Tür des Hotels, ein Spaziergang am Morgen führt durch die Gassen und zurück in den Garten. Für einen Strandtag fährt man hinaus an die Küste; Can Ferrereta ist keine Strandadresse und will es auch nicht sein.

Im Haus begleitet zeitgenössische Kunst die Räume und Außenbereiche, laut Website des Hauses auch Arbeiten von Joan Miró. Für die Zeit am Wasser gibt es den Gartenpool und das Spa Sa Calma.

Zum Essen muss man das Haus nicht verlassen. Ocre im alten Weinkeller verbindet mediterrane Küche mit Produkten der Insel. La Fresca liegt am Pool im Garten und ist der informellere der beiden Orte.

Innenhof des Restaurants Ocre am Abend mit gedeckten Tischen zwischen Sandsteinfassaden. Foto: Can Ferrereta
Innenhof des Restaurants Ocre am Abend mit gedeckten Tischen zwischen Sandsteinfassaden. Foto: Can Ferrereta
Pergola von La Fresca mit Tischen und Stühlen, umgeben von Pflanzen und Bougainvillea. Foto: Can Ferrereta
Pergola von La Fresca mit Tischen und Stühlen, umgeben von Pflanzen und Bougainvillea. Foto: Can Ferrereta

Kurz entschieden

Nordosten und Es Racó d’Artà: Land statt Ort, Wald, Gärten und der Naturpark vor der Tür. Gut für alle, die wenig fahren und viel draußen sein möchten, und für Gäste, die Yoga, Meditation oder Spa in den Aufenthalt einbauen wollen.

Südosten und Can Ferrereta: Ortskern statt Landschaft, Kunst, Garten und zwei Restaurants im Haus. Gut für alle, die morgens ins Café gehen und den Strand als Ausflug planen.

Wer beides möchte, teilt den Aufenthalt. Beide Häuser liegen im Osten der Insel.

Vor der Buchung klären

Private Pools gibt es in beiden Häusern nur in bestimmten Kategorien; wer einen möchte, bucht gezielt. Saisonzeiten und die Anreise ab Palma haben wir nicht aus den Angaben der Häuser bestätigen können. Beides am besten direkt bei den Hotels erfragen.

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