
Übernachten am Steirereck Pogusch: Glashaus, Baumhaus oder Stall?
Am Pogusch schläft man im Glashaus zwischen Zitruspflanzen, im Baumhaus oder im alten Stall. Was die Unterkünfte unterscheidet, wie Wirtshaus und Schankkuchl funktionieren und was man vor der Buchung klären sollte.
Das Steirereck am Pogusch liegt bei Turnau in der Hochsteiermark. Es ist zuerst ein Wirtshaus mit eigener Landwirtschaft und erst dann ein Ort zum Übernachten, aber genau das macht die Nacht hier besonders. Birgit und Heinz Reitbauer, die in Wien das Steirereck führen, halten am Pogusch Schafe, Ziegen, Schweine und Hühner; in Glashäusern und Gärten wachsen laut Haus mehr als 500 essbare Pflanzen-, Zitrus- und Streuobstarten. Was dort wächst, kommt im Wirtshaus und an der Schankkuchl auf den Tisch.
Wer am Pogusch übernachten möchte, hat die Wahl zwischen sehr unterschiedlichen Unterkünften. Hier ist, was sie unterscheidet.

Das Glashaus: eine eigene Kabane, vieles geteilt
Im großen Kaltglashaus stehen zwischen den Pflanzen zehn Kabanen mit je einem Bett für bis zu zwei Personen. Waschbereich, Sauna, Teebar und Kaminzimmer nutzen alle Gäste gemeinsam. Das ist die wichtigste Information vor der Buchung: Man schläft für sich, teilt aber das Bad und die Aufenthaltsräume mit anderen.
Die Neugestaltung der Anlage stammt von PPAG architects. Wer sich darauf einlässt, wacht unter Glas zwischen Zitruspflanzen auf.



Baumhaus, Vogelhaus, Stall oder Hütte
Wer anders wohnen möchte, hat weitere Möglichkeiten. Es gibt vier Baumhäuser am Waldrand und vier Vogelhäuser, die laut Haus auf 1.100 Metern stehen, mit Blick auf das Hochschwabmassiv. Gegenüber dem Wirtshaus liegen Zimmer im ehemaligen Stall. Dazu kommen die Rehlein Hütte und die Jagd Hütte beim Haus sowie die Gams Hütte als eigenes Angebot auf der Alm.
Lage und Ausstattung unterscheiden sich stark. Am besten vor der Buchung genau lesen, was zur jeweiligen Unterkunft gehört.
Wirtshaus und Schankkuchl
Zum Übernachten gehört am Pogusch das Essen. Das Wirtshaus hat an jedem Öffnungstag ein Thema: mittwochs Garten, Feld und Wald, donnerstags Veredeltes aus eigener Schlachtung, freitags Fisch aus den Seen des Hochschwab, samstags steirisches Milchkalb. An der Schankkuchl wird am offenen Feuer und über Dampf gekocht, gegessen wird gemeinsam an einem großen Tisch, laut Website von Donnerstag bis Samstag am Abend.
Wer einen bestimmten Tag möchte, wählt die Nacht nach dem Thema des Wirtshauses.


Vor der Buchung klären
Tisch zum Zimmer: Die Website beschreibt die Tischreservierung für Übernachtungsgäste nicht einheitlich. Bei der Buchung ausdrücklich nach einem Tisch im Wirtshaus oder an der Schankkuchl fragen.
Ruhetage: Wirtshaus und Schankkuchl haben nicht jeden Tag geöffnet. Laut Haus gibt es von Mai bis Oktober an Ruhetagen ein Menü für Übernachtungsgäste; trotzdem vorher klären, wie die Versorgung am Anreisetag aussieht.
Das Bad: Im Glashaus wird der Waschbereich geteilt. Wer das nicht möchte, fragt bei Baumhaus, Vogelhaus, Stall oder Hütte nach der Ausstattung.
Anreise und Umgebung
Laut Haus sind es von Graz rund 60 Minuten, von Wien rund 90 Minuten. Der Bründlwanderweg beginnt direkt vor dem Wirtshaus und passt gut zum Morgen nach der Nacht im Glashaus.
Der Pogusch liegt in einem ganz anderen Teil der Steiermark als die Weinstraße im Süden. Er ist eine eigene Reise und kein Abstecher. Wer beides verbinden will, plant zwei Aufenthalte.



