Marrakesch & Atlas
Die Ebene vor der Stadt und die Täler dahinter.

Marrakesch ist eine Stadt, die man in Etappen nimmt: morgens hinein in die Medina, mittags hinter eine Mauer, abends wieder hinaus. Wer länger bleibt, merkt, dass das Interessante inzwischen außerhalb liegt.
Südlich der Stadt beginnt die Haouz-Ebene — Olivenhaine, Berberdörfer aus Lehm, und am Horizont der Hohe Atlas, der im Winter Schnee trägt, während in Marrakesch die Orangen reifen. Eine halbe Stunde von der Stadt hört der Lärm auf. Eine Stunde weiter, im Ouirgane-Tal, ist man in den Bergen, mit Dörfern, in denen sich seit Jahrhunderten wenig geändert hat.
Hier sind in den letzten Jahren Häuser entstanden, die keine Riads sind: aus Lehmziegeln gebaut, in Gärten gesetzt, mit Pools im Olivenhain. Sie verstehen Marokko als Landschaft, nicht als Souk.
Marrakesch bleibt der Eingang. Der Atlas ist das Ziel.
Wir schicken Leute nach Marrakesch mit dem Rat, dort nicht zu schlafen. Berber Lodge in Oumnass, eine halbe Stunde südlich: zehn Zimmer aus Lehm und Eukalyptusholz, ein Pool zwischen Oliven, Kamine im Zimmer. Olinto im Ouirgane-Tal, eine Stunde weiter: neun Pavillons mit eigenem Garten und Pool, Hamam, Küche aus dem Tal — nur für Erwachsene. Kommt zwischen November und April. Der Sommer ist in der Ebene nicht auszuhalten; im Januar liegt Schnee im Atlas und man frühstückt draußen.





