Italien · Piemont · La Morra

Palás Cerequio.

Elf Suiten mitten in einem Barolo-Weinberg zwischen La Morra und Barolo.

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Palás heißt im piemontesischen Dialekt Palast. So nennt die Kellerei Michele Chiarlo ihr Haus mitten in den eigenen Barolo-Reben.

1988 kaufte Michele Chiarlo Reben in Cerequio, einer der bekanntesten Lagen zwischen La Morra und Barolo. 2011 eröffnete die Familie dort ein Relais mit Restaurant und Weinkeller, eingerichtet in einem Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert und seiner alten Scheune. Heute führen Stefano und Alberto Chiarlo die Kellerei; 2024 kamen eine Lounge und die Sky Bar über den Reben dazu.

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Ein Haus, das in die Reben schaut

Den Umbau leitete der Designer Mariano Mulazzani aus Rimini. Im Magazin der Kellerei sagt er: „Der älteste Teil des Gebäudes wurde im piemontesischen Barockstil wiederhergestellt. Der neuere Teil, den wir aus der Scheune zurückgewonnen haben, erlaubte uns, experimenteller zu sein.“ Die Gebäude behielten ihre Größe, große Fenster holen die Reben ins Haus. Holz, Glas und Eisen stammen aus dem alten Bestand, der Putz an den Fassaden blieb ungestrichen.

In Vitrinen liegen Erdproben aus den Lagen, daneben hängen Bilder von Giancarlo Ferraris, der die bekanntesten Etiketten der Kellerei gestaltet hat. In den neuen Suiten stehen alte Rebpfähle aus den Weinbergen.

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Neun Lagen, elf Suiten

Jede Suite trägt den Namen einer Barolo-Lage, in einer Wandnische stehen Flaschen von dort. Die vier Suiten im Herrenhaus sind barock eingerichtet; aus Cerequio im ersten Stock tritt man auf den alten Balkon und sieht bis Barolo, Monforte und Serralunga. Die sieben in der früheren Scheune sind schlicht, mit Luserna-Stein, Eichenholz und großen Fenstern zu den Reben. Cerequio und Cannubi gibt es zweimal: Die beiden Riserva-Suiten sind die neuesten, mit eigenem Eingang und Balkon zum Tal von Barolo.

Fast alle Suiten haben einen eigenen Wellnessbereich mit Dampfbad oder Whirlpool. Familien wohnen in einer der Maisonetten Arborina, Ginestra und Brunate oder in Vigna Rionda, jeweils mit Schlafsofa für zwei; Arborina hat als einzige ein zweites Bad. Die Juniorsuite Rocche im Erdgeschoss ist für Gäste mit Behinderung geeignet.

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Barolo vor der Tür

Cerequio ist ein Amphitheater aus Reben, vor dem Wind geschützt, man nennt es die „Riviera der Langhe“. Die Kellerei bewirtschaftet hier sechs Hektar Nebbiolo. Mit Sommelier Roberto Stroppiana geht man durch den Weinberg und verkostet danach im Caveau, dem Gewölbekeller aus dem 18. Jahrhundert: mehr als 6.000 Flaschen, Jahrgänge seit 1958. Was dort liegt, kann man kaufen oder sich nach Hause schicken lassen.

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Am Tisch

Im La Corte Restaurant kocht Vincenzo La Corte. Er ist in den Langhe aufgewachsen, seine Eltern stammen aus Sizilien. Es gibt ein Menü mit Langhe-Klassikern wie Vitello tonnato und Plin, ein Fischmenü und in der Trüffelsaison Gerichte mit weißem Trüffel.

Mittags und abends isst man auch in der Sky Bar über den Reben. Zum Apericru sucht man mit dem Sommelier eine Flasche aus dem Keller aus, dazu kommen piemontesische Tapas, auf der Terrasse oder am Pool.

„Einfach, schlicht, nüchtern und maßvoll. Ich konzentriere mich auf drei Zutaten: Fleisch, Fisch, Beilage.“

Vincenzo La Corte

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Für wen sich Palás lohnt

Palás passt für zwei bis drei ruhige Nächte in den Langhe, für Paare und kleine Familien, die gern gut essen und trinken. Barolo-Kenner muss man nicht sein: Pool, Sky Bar und Suiten mit eigenem Wellnessbereich tragen einen Aufenthalt auch ohne Verkostung. Wer mit Wein gar nichts anfangen kann, nutzt das Haus allerdings nur zur Hälfte.

Nach La Morra und nach Barolo sind es je knapp zwei Kilometer, zu Fuß jeweils etwa eine halbe Stunde; nach La Morra geht es bergauf. Das Haus bietet einen Shuttle-Service, vier E-Bikes und über externe Anbieter Vespas an. Für Ausflüge weiter in die Langhe ist ein Auto bequemer. Am meisten hat man vom Haus in der warmen Jahreszeit, wenn man draußen sitzt; im Herbst kommen Lese und Trüffelsaison dazu. Im Winter ist geschlossen, und montags hat das Restaurant zu, dann isst man in der Sky Bar.

Bilder

Alle Bilder.

CINCIN-Tipp

Zu Fuß nach Barolo

Durch die Reben sind es knapp zwei Kilometer bis ins Dorf Barolo. Im Castello Falletti erzählt das WiMu, ein Museum über Wein und seine Kultur, wie Barolo zu dem wurde, was er ist. Im Keller darunter schenkt die Enoteca Regionale del Barolo ohne Reservierung Weine vieler Erzeuger aus. Das WiMu ist täglich von 10.30 bis 19 Uhr geöffnet, die Enoteca von 10.30 bis 18.30 Uhr. Piazza Falletti 1, Barolo.

Zur Website des WiMu
Quellen & redaktioneller Stand

Grundlage dieses Porträts sind die Angaben des Hauses; zuletzt geprüft am 17. Oktober 2026.

Palás Cerequio · Suites · Rocche · Restaurant (Zitat Vincenzo La Corte) · Sky Bar · Tastings · Experiences · Contacts · C.R.U-Interview mit Mariano Mulazzani (Kellerei Michele Chiarlo)

Die Bilder stellen die Häuser für die redaktionelle Nutzung bereit. Wo uns ein Fotograf bestätigt wurde, steht er hier.

  • Foto: Palás Cerequio

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Für
Ein langes Mittagessen zwischen zwei Verkostungen
Gut zu wissen
Mittags 12–15 Uhr, abends nur freitags und samstags 19.30–21.30 Uhr; Sonntag und Montag geschlossen. Mindestens zwei Gänge pro Person.

Von CINCIN ausgewählt, nicht bezahlt. Wegzeiten sind ungefähr. Öffnungszeiten und Menüs ändern sich, bitte vor dem Besuch beim Betrieb prüfen.

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