Portugal · Douro · Valença do Douro

Quinta da Côrte.

Acht Zimmer auf einem Weingut im Herzen des Douro-Tals: Man wohnt dort, wo der Wein entsteht.

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Auf Quinta da Côrte wohnt man nicht neben dem Weingut, sondern mittendrin. Um das Gutshaus aus dem 19. Jahrhundert ziehen sich Terrassen mit Reben, von denen die Hälfte älter als neunzig Jahre ist.

Das Gut liegt bei Valença do Douro, wenige Kilometer von Pinhão, im Cima Corgo, dem mittleren Abschnitt des Douro-Tals. Die ersten Rebpflanzungen sind für 1814 belegt. Seit 2013 gehört Quinta da Côrte zu den Weingütern von Philippe Austruy und füllt Douro-Weine und Portwein unter eigenem Namen ab. Gäste wohnen in acht Zimmern, essen im Haus und können Weinberg und Keller aus der Nähe kennenlernen.

„Es ist das Gefühl, an einem Ort zu sein, der nicht einfach für den Tourismus geschaffen wurde, sondern an dem man wirklich eingeladen ist, am Leben und am Charakter des Guts teilzuhaben.“

Cátia Moura, Quinta da Côrte

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Ein altes Haus, neu eingerichtet

Der französische Architekt und Innenarchitekt Pierre Yovanovitch hat das Haus umgestaltet, ohne seine Struktur aus dem 19. Jahrhundert anzutasten. Holzböden, gekalkte Wände und Decken in sanften Farben bestimmen die Räume; dazu kommen Fotografien und Kunst, ausgesucht bei internationalen und portugiesischen Kunsthandwerkern. In der Bibliothek mit Wänden aus rotem Ziegel hängen geschnitzte Holzmasken aus Lazarim, einem Dorf im Douro-Gebiet.

Mittelpunkt des Hauses ist das Esszimmer mit einem großen gekachelten Kamin. Das Feuer brennt dort laut Haus zu jeder Tageszeit. Den Tisch hat die englische Illustratorin Laura Carlin gestaltet. Daneben gibt es einen Salon und mehrere kleine Räume zum Lesen.

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Acht Zimmer mit Blick

Vier Zimmer liegen im Haupthaus, vier in den Nebengebäuden. Alle gehen auf die Weinberge und das Tal hinaus. Die Einrichtung ist bewusst schlicht: Leinenbettwäsche mit Stickereien, Teppiche von Designern, Lithografien und Pastelle. In den Bädern im Stil älterer Häuser liegen handgefertigte portugiesische Fliesen.

Für den Tag gibt es den Pool zwischen alten Bäumen, für den Abend die Weinbar. Auf Wunsch serviert das Haus auch auf dem Zimmer.

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Am großen Tisch

Mittags und abends kocht das Haus einfache Gerichte aus regionalen Produkten. Auf den Tisch kommen das eigene Olivenöl, hausgemachte Marmelade und Gemüse aus dem Garten. Gegessen wird im Esszimmer am Kamin oder draußen, unter der Weinlaube und mit Blick auf die Terrassen. Zu jedem Essen lassen sich die Weine des Guts bestellen.

Das Olivenöl stammt von jahrhundertealten Bäumen am Rio Torto, die von Hand geerntet werden. Mittag- und Abendessen sind auch für Gäste möglich, die nicht im Haus übernachten, nach Reservierung beim Weintourismus-Team.

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Wo der Wein entsteht

Die 26 Hektar Reben liegen am Hang des Rio Torto, eines Nebenflusses des Douro, verteilt auf 22 Parzellen. Viele stehen auf schmalen Terrassen, gestützt von Trockenmauern aus Schiefer; die Hälfte der Fläche ist mit Reben zwischen 90 und 110 Jahren bepflanzt. In der Parzelle 505 wachsen mehr als hundert Rebsorten durcheinander. Den Boden bearbeitet das Team mit zwei Pferden statt mit Maschinen.

Für die Douro-Weine hat Yovanovitch einen neuen Keller zwanzig Meter tief in den Schiefer gebaut, mit einer großen gekachelten Treppe, Barriquekeller, Verkostungsraum und Terrasse über den Weinbergen. Der Portwein entsteht im alten Keller daneben: Dort werden die Trauben noch mit den Füßen in Granitbecken, den Lagares, getreten.

„Man beginnt zu verstehen, wie der Wein, das Land und die Menschen, die hier arbeiten, zusammenhängen.“

Cátia Moura

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Langsam ankommen

Auf dem Gut gibt es mehrere markierte Wege: zum Gemüsegarten und zur Quelle, hinunter zum Fluss oder durch die Terrassen mit den alten Reben. Die Karte gibt es an der Rezeption. Wer mag, bucht ein Picknick unter Oliven- und Orangenbäumen am Fluss. Je nach Jahreszeit kann man im Weinberg mitarbeiten: beim Rebschnitt, bei der Lese, beim Traubentreten oder bei der Olivenernte.

Nach Pinhão sind es zehn Kilometer, rund zwanzig Minuten mit dem Auto. Dort hält die Douro-Bahn, und am Fluss legen die Boote ab. Eine Bootsfahrt und Ausflüge im Tal organisiert das Haus auf Anfrage.

„Es ist ein Ort, an dem der Rhythmus des Guts ganz von selbst zu deinem eigenen wird.“

Cátia Moura

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Für wen sich Quinta da Côrte lohnt

Für Paare und kleine Freundesgruppen, die sich für Wein interessieren oder einfach ein paar ruhige Tage auf dem Land verbringen möchten. Mit acht Zimmern bleibt das Haus überschaubar. Wer zwei oder drei Nächte bleibt, hat Zeit für Weinberg, Keller und Pool und einen Tag im Tal.

Ohne Auto ist man hier eingeschränkt: Bis zum Flughafen Porto sind es knapp zwei Stunden, bis Pinhão zwanzig Minuten. Für Abende außer Haus braucht man den Wagen; Mittag- und Abendessen gibt es aber auch im Haus. Wer viel Programm sucht, Spa oder Abendleben, ist in einem größeren Hotel besser aufgehoben. Das Gut ist fast das ganze Jahr geöffnet, nur über Weihnachten und Neujahr nicht.

Bilder

Alle Bilder.

Aus dem Haus.

Drei Fragen an Cátia Moura

  1. 01

    Was macht Quinta da Côrte besonders?

    Das Gefühl, an einem Ort zu sein, der nicht für den Tourismus geschaffen wurde und an dem man wirklich eingeladen ist, am Leben des Guts teilzuhaben. Es beginnt mit der Landschaft: Schieferterrassen, alte Reben, die Stille und der Douro ringsum. Besonders mag ich den Kontrast zwischen dieser alten Landschaft und dem zeitgenössischen Charakter des Hauses, voller Geschichte, aber nie förmlich oder museal.

  2. 02

    Wie erkundet man den Douro am besten?

    Langsam und abseits der bekannten Aussichtspunkte. Eine Bootsfahrt auf dem Fluss ist wunderbar, besonders zusammen mit dem Besuch eines der historischen Weingüter. Und wir fahren gern über die kleinen Straßen zwischen den Weinbergen, halten unterwegs an und entdecken die verschiedenen Landschaften des Tals.

  3. 03

    Ihr einfachster Rat?

    Etwas Zeit ganz ohne Pläne lassen. Sich irgendwo mit Blick auf den Douro hinsetzen, eine Flasche Wein öffnen und den Rest der Landschaft überlassen. Vielleicht meinen wir genau das mit unserem Satz „Deixar a Terra Falar“: die Erde sprechen lassen.

Tipp von Cátia Moura

Mit dem Boot auf den Douro

Die Bootsfahrt auf dem Douro dauert ein bis zwei Stunden und führt an Terrassen, Weinbergen und Portwein-Quintas vorbei. Cátia empfiehlt, die Fahrt mit dem Besuch eines der historischen Weingüter zu verbinden. Das Weintourismus-Team von Quinta da Côrte reserviert die Fahrt auf Anfrage.

Bootsfahrt beim Haus anfragen
Quellen & redaktioneller Stand

Grundlage dieses Porträts sind die Angaben des Hauses; zuletzt geprüft am 21. Oktober 2026.

Quinta da Côrte · Wine Tourism · Rooms · History and legacy · Terroir · Winery · Team · Tourism Activities · Visits and Tastings · Contacts

Die Bilder stellen die Häuser für die redaktionelle Nutzung bereit. Wo uns ein Fotograf bestätigt wurde, steht er hier.

  • Foto: C. Goussard
  • Foto: Quinta da Côrte
  • Foto: Jean-François Jaussaud