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Auf Son Blanc beginnt ein Teil des Abendessens direkt vor der Haustür. Rund um die Finca wachsen Gemüse, Kräuter und Obst für die Küche. Der einst verlassene Bauernhof aus dem 19. Jahrhundert beherbergt heute vierzehn Zimmer – und wird wieder bewirtschaftet.
Das Anwesen bei Alaior erstreckt sich über 130 Hektar. Zwischen Gärten, Mandel- und Olivenhainen führen Wege in Pinien- und Eichenwälder, zu Schluchten und Aussichtspunkten mit Meerblick. Am Haus liegen der Pool und das Restaurant. Wer möchte, geht zum Yoga, hilft auf dem Hof mit oder lernt beim gemeinsamen Abendessen andere Gäste kennen.
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Stein, Lehm und Holz
Den Umbau der alten Finca plante das Pariser Architekturbüro Atelier du Pont. Naturstein, Lehm sowie lokales und wiederverwendetes Holz prägen die Räume. Handwerker der Insel fertigten Möbel und Einbauten: gemauerte Sitzbänke, Kopfteile aus Keramik, Holz oder Stoff. Die Unterschiede setzen sich bis in die Zimmer fort.
Auch die Versorgung ist Teil des Konzepts. Das Haus nutzt Solarstrom mit Batteriespeicher und Erdwärmepumpen. Restaurierte unterirdische Zisternen und eine eigene Wasseraufbereitungsanlage liefern Wasser zur Bewässerung. Die Landwirtschaft und der sparsame Umgang mit Ressourcen gehören hier zum Betrieb des Hotels.
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Welches Zimmer passt?
Die vierzehn Zimmer sind unterschiedlich geschnitten und gestaltet. Wer einen eigenen Garten möchte, findet ihn etwa in den vier Cuartos Artesanos im Erdgeschoss. Das Cuarto Rocío liegt zum Kräuterfeld und ist für Gäste mit eingeschränkter Mobilität eingerichtet. Bei den drei Cuartos Campo im Obergeschoss lohnt sich ein Blick auf den Grundriss: Ihre Bäder sind offen in den Raum integriert.
Auch bei den Außenbereichen gibt es Unterschiede. Das Cuarto Alba hat einen Balkon mit Meerblick und ein Kopfteil aus menorquinischem Wildolivenholz. Zum Cuarto Luna gehört eine große Terrasse mit Liegen und Blick über die Felder; die Terrasse des Cuarto Arrebol ist nach Westen zum Monte Toro ausgerichtet.
Etwas abseits des Haupthauses liegen das Cuarto Rústico und die beiden Rural Suites, jeweils mit einer Badewanne im Freien. Im Rústico kommen alte Steinwände und ein Garten mit wildem Olivenbaum dazu, bei den Suiten große Terrassen. Die Zimmer sind 22 bis 33 Quadratmeter groß und verfügen über Klimaanlage, Deckenventilator und eine Minibar mit hausgemachten Getränken.
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Vom Garten an den Tisch
Son Blanc setzt auf regenerative Landwirtschaft, die den Boden und die Artenvielfalt stärken soll. Auf dem Hof leben unter anderem Hühner, Schweine, Esel, Kühe, Schafe und Bienen. Für den Obst- und Gemüseanbau nennt das Haus ein Ziel von acht bis zehn Tonnen pro Jahr aus rund 150 Sorten. Die Ernte fließt in die Hotelküche ein; weitere Zutaten kommen von lokalen Erzeugern.
Zum Frühstück gibt es etwa Eier von den eigenen Hühnern oder geröstetes Brot mit Sobrasada und Honig. Abends kommen Gerichte zum Teilen auf den Tisch. Die Küche arbeitet mit Holzkohle, räuchert, legt ein und serviert manches auch roh. Mittags wird an der Poolbar gekocht, unter anderem auf dem Holzgrill.
Gemeinsames Essen gehört zum Konzept: Mittwochs treffen sich Gäste und Gastgeber an einer langen Tafel, sonntags steht ein „Sunset Roast“ auf dem Programm. Die aktuellen Termine und Menüs veröffentlicht das Haus online.
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Draußen sein
Für einen Spaziergang muss man das Anwesen nicht verlassen. Ein kurzer Weg führt zur Klippe; eine längere, gut vier Kilometer lange Runde durch Eichenwald und an Felsformationen und Trockenmauern vorbei. Mit den E-Mountainbikes des Hauses lassen sich auch die Küste und der Camí de Cavalls erkunden, der historische Weg rund um Menorca.
Das wechselnde Programm umfasst Yoga im Studio oder unter freiem Himmel, Massagen, Töpfern, Ausritte, Sternbeobachtungen und Einblicke in die Arbeit auf dem Hof. Dazu kommen Gastaufenthalte von Künstlern und Kursleitern, Konzerte, Ausstellungen und Gespräche. Was während des eigenen Aufenthalts stattfindet, lässt sich im Veranstaltungskalender nachsehen.
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Für wen sich Son Blanc lohnt
Für Paare und Freunde, die gern auf dem Land wohnen, sich für Gestaltung und gutes Essen interessieren und offen für Begegnungen sind. Man kann Zeit im eigenen Garten verbringen, am Pool liegen oder beim Abendessen mit anderen ins Gespräch kommen. Gemeinschaft ist ein wichtiger Teil des Konzepts; das Haus kündigt auch gelegentliche Feste an.
Wer vor allem Strandurlaub plant, sollte die Lage berücksichtigen: Son Bou ist rund acht Kilometer entfernt. Ein Mietwagen ist für Ausflüge sinnvoll. Familien sollten vor der Buchung die Zimmerwahl prüfen: Für Kinder bis zwölf sind laut Haus die beiden Rural Suites vorgesehen. Der Pool ist weder abgesperrt noch beaufsichtigt. Hunde sind in den Rural Suites und im Cuarto Rústico erlaubt.
Bilder
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CINCIN-Tipp
Zu Fuß zum Meerblick
Auf der Website beschreibt Son Blanc einen etwa 2,3 Kilometer langen Spaziergang zur Klippe. Vom Restaurant führt er durch Olivenhaine und einen Pinienwald zu einem Aussichtspunkt über den Schluchten, den Feuchtgebieten von Son Bou und dem Meer. Für Hin- und Rückweg sind rund 45 Minuten angegeben. Die beiden Holztore unterwegs wieder schließen – auf dem Gelände weiden Schafe.
Kleines Familienrestaurant in einem über 200 Jahre alten menorquinischen Haus am Ortseingang. Víctor Lidón, zuletzt Küchenchef im Racó de Can Fabes bei Santi Santamaria, kocht hier, wo er mit 16 angefangen hat; Ona Morante führt den Service. Die Karte wechselt mit den Jahreszeiten, gerade etwa Spanferkel aus Menorca, Milchlammschulter, Fisch aus der Lonja und menorquinischer Käse mit Veilchenkonfitüre.
Für
Den besonderen Abend
Gut zu wissen
Fr und Sa 13–14.30 und 20–21.30 Uhr, So nur mittags; Reservierung über die Website.
Seit 1983 eine Fonda, also Gasthaus mit Zimmern und Küche, in einem Landhaus aus dem späten 18. Jahrhundert an der Hauptstraße des Dorfs. Gekocht wird menorquinisch: Greixeras aus dem Tonofen mit Gemüse, Mahón-Käse oder Sobrasada, Käse von Son Sivineta, Kaninchen mit Reizkern, Schmorlamm aus Menorca, zum Schluss Orangenflan.
Für
Ein langes Mittagessen am Wochenende, Vermut im Dorf
Gut zu wissen
Im Herbst und Winter Fr–So: Frühstück 8–11.30 Uhr, Vermut 11–14 Uhr, Mittagessen 12–16 Uhr; sonntags zusätzlich ein eigenes Menü.
Altes menorquinisches Haus unter der Brücke Pont de na Macarrana, mit einem kleinen, geschützten Garten im Inneren. Die Küche verbindet Inselrezepte mit heutiger Technik: Fleisch vom Grill, Brot aus eigener Backstube, hausgemachte Desserts und Eis, dazu Weine aus Menorca.
Für
Ein Abendessen im Garten
Gut zu wissen
Reservierung telefonisch oder über das Formular auf der Website.