Lana in Südtirol: Tipps für Essen, Wohnen und das Vigiljoch

Reise

Lana in Südtirol: Tipps für Essen, Wohnen und das Vigiljoch

1. Oktober 2026 · 3 Min

Lana zwischen Meran und Bozen ist klein genug für alles zu Fuß: ein Gasthaus mit acht Zimmern, ein Wellnesshotel im Ort und ein autofreies Haus auf dem Vigiljoch. Dazu Gärten und gute Tische.

Lana liegt im Etschtal zwischen Meran und Bozen, umgeben von Obst und Weingärten. Für ein paar Tage in Südtirol ist der Ort ein guter Ausgangspunkt, weil vieles zu Fuß geht: das Frühstück im Gasthaus, der Pool am Nachmittag, die Seilbahn auf den Berg. Wer Lana-Tipps sucht, findet hier drei Häuser aus unserer Auswahl, die ganz verschieden sind, dazu Adressen zum Essen und einen Vorschlag für drei Tage.

Wohnen in Lana: drei Häuser, drei Arten zu bleiben

Eingang des 1477 Reichhalter in der Fußgängerzone. Foto: 1477 Reichhalter
Eingang des 1477 Reichhalter in der Fußgängerzone. Foto: 1477 Reichhalter

1477 Reichhalter: das Gasthaus mitten im Ort

Unten Café und Restaurant, oben acht Zimmer. Das 1477 Reichhalter steht in der Metzgergasse in der Fußgängerzone. Architekt Zeno Bampi und Innenarchitektin Christina Biasi-von Berg haben das alte Gasthaus gestaltet; die Zimmer sind unterschiedlich geschnitten und nach Menschen aus der Geschichte des Hauses benannt. Einen Fernseher gibt es bewusst nicht.

Einen eigenen Spa hat das Haus nicht. Gäste nutzen den Wellnessbereich des Partnerhotels Schwarzschmied, rund 300 Meter entfernt, kostenfrei.

Der Außenpool des Schwarzschmied. Foto: Hotel Schwarzschmied
Der Außenpool des Schwarzschmied. Foto: Hotel Schwarzschmied

Schwarzschmied: Pool, Yoga und Küche im selben Haus

Das familiengeführte Schwarzschmied liegt in der Schmiedgasse, laut Pressemappe mit 68 Zimmern und Suiten in Stammhaus, Gartenflügel und Residence. Der Außenpool ist 20 Meter lang, ganzjährig beheizt und blickt auf die Weingärten. Dazu kommen ein Indoor-Pool, Saunen und mehrmals täglich Yoga; Räder gibt es im Haus.

Im Restaurant La Fucina kocht Andreas Pircher, mit Gemüse, Obst und Kräutern aus dem eigenen Arnica Acker. Tagsüber gibt es im Bistro Luce kleine Gerichte.

Das vigilius am Waldrand auf dem Vigiljoch. Foto: vigilius mountain resort
Das vigilius am Waldrand auf dem Vigiljoch. Foto: vigilius mountain resort

vigilius: ohne Straße, nur mit der Seilbahn

Zum vigilius führt keine Straße. Man fährt mit der Seilbahn ab Lana auf das autofreie Vigiljoch, auf rund 1.500 Meter. Eigentümer Ulrich Ladurner und Architekt Matteo Thun haben das Haus aus Lärchenholz, Glas, Naturstein und Lehm nach dem Leitsatz „Eco, not ego“ gebaut. Es gibt 35 Zimmer mit 36 m² und sechs Suiten mit 72 m².

Für Hotelgäste fährt die Seilbahn abends zusätzlich bis 23 Uhr. Die Garage an der Talstation ist laut Hotel kostenfrei. Wer abends oft unten im Ort essen möchte, wohnt in Lana direkter.

Das Vigiljoch: ein Tag ohne Auto

Auch ohne Übernachtung lohnt ein Tag oben. Vom Vigiljoch führen Wege in alle Richtungen, der Seilbahnbetreiber nennt mehr als 100 Kilometer. Ein alter Einzelsessellift fährt bis in die Nähe des Kirchleins St. Vigil. Tagsüber gibt es in der Stube Ida des vigilius Südtiroler Küche und eine Sonnenterrasse. Abends kocht das Restaurant 1500 unter Daniel Sanin regional und nach Jahreszeit, mit Blick über Lana und das Tal; Gäste ohne Zimmer kommen nur mit Reservierung. Wer ins Spa möchte, bucht ein Day Spa, ab 12 Jahren.

Wo essen in Lana?

Im 1477 Reichhalter gibt es Frühstück, mittags eine kleine saisonale Karte und abends Küche von Andreas Heinisch, auch für Gäste von außen; die Restaurantseite nennt Montag bis Samstag als Betriebstage. La Fucina im Schwarzschmied serviert abends ein Dinner; ob auch ohne Zimmer, beim Haus erfragen. Einen anderen Abend verspricht der Pfefferlechner mit eigener Brauerei und Wirtshausküche; Ruhetage vorher prüfen.

Im Nachbarort Tscherms liegen der Kränzelhof mit Gärten, Kunst und Wein, Führungen und Verkostungen nach aktuellem Angebot, und das Restaurant Miil mit Saisonküche und Wein. Beides lässt sich gut zu einem Nachmittag verbinden; im Miil vorher einen Tisch reservieren.

Die Gaststube im 1477 Reichhalter. Foto: 1477 Reichhalter
Die Gaststube im 1477 Reichhalter. Foto: 1477 Reichhalter
Restaurant 1500 im vigilius. Foto: vigilius mountain resort
Restaurant 1500 im vigilius. Foto: vigilius mountain resort

Ein Abstecher nach Bozen

Bozen ist von Lana aus ein naheliegender Ausflug. Mitten in der Stadt liegt das Parkhotel Mondschein, ein Schwesterhaus von Reichhalter und Schwarzschmied, mit einem Park von rund 1.500 Quadratmetern. Zum Haus gehören das Luna Restaurant, die Luna Bar und Alto Pizza mit Eingang in der Bindergasse. Für ein Bier aus eigener Brauerei gibt es das Batzen Häusl; vor der Stadt, in Siebeneich, lässt sich das Weingut Kornell bei einer Führung kennenlernen.

Drei Tage in Lana: unser Vorschlag

Erster Tag: im Ort ankommen, im Reichhalter frühstücken, am Nachmittag in den Pool oder durch die Gassen. Zweiter Tag: nach Tscherms, Gärten am Kränzelhof, abends ins Miil. Dritter Tag: mit der Seilbahn aufs Vigiljoch, wandern, mittags in die Stube Ida. Wer abends im Restaurant 1500 essen möchte, klärt die Rückfahrt gleich beim Reservieren.

Ein Hinweis für die Planung: Sonntags hat das Restaurant im Reichhalter laut Website geschlossen. Für diesen Abend eine andere Adresse einplanen und alle Zeiten vor dem Besuch prüfen.

Im Register

Die Häuser dazu

Alle vierzehn

Journal

Weiterlesen

Alle Beiträge