Asturien
Grünes Spanien zwischen Atlantik und Picos.

Asturien ist das Spanien, das nicht in den Prospekten steht: grün, nass, steil. Die Picos de Europa steigen wenige Kilometer hinter der Küste auf über 2.600 Meter, und dazwischen liegen Täler, in denen es mehr Kühe als Menschen gibt.
Das Essen ist der Grund, warum man kommt. Fabada, die Bohnensuppe. Käse aus Höhlen — Cabrales, Gamonéu. Sidra, die aus großer Höhe ins Glas gegossen wird, damit sie atmet. Und eine Generation Köche, die aus dieser Bauernküche etwas gemacht haben, das Michelin drei Sterne wert ist, ohne dass sie die Bauernküche verraten hätten.
Die Manzanos in Casa Marcial haben das vorgemacht: das Elternhaus in La Salgar, ein Dorf, das man auf keiner Karte findet, und eine Küche, die von dort aus die Welt erklärt.
Asturien ist kein Ziel für Sonnenanbeter. Es ist ein Ziel für Leute, die wissen, warum es regnet.
Wir fahren nach Asturien, um zu essen, und bleiben, weil die Landschaft es verlangt. Die Route: Casa Marcial für den Abend, der bleibt. Narbasu, das Hotel der Familie im Palacio de Rubianes, für die Nächte davor und danach. Und Monte in San Feliz, wo Xune Andrade an fünf Tischen zeigt, dass ein Bergdorf reicht. Kommt im Juni oder September. Im August ist die Küste voll, im Winter sind die Pässe zu. Mietet ein Auto — ohne geht hier nichts.






