
Autofreies Hotel in Südtirol: das vigilius auf dem Vigiljoch
Das Auto bleibt in Lana, die Seilbahn fährt hinauf: wie ein Aufenthalt im vigilius auf dem Vigiljoch aussieht.
Zum vigilius mountain resort führt keine Straße. Hotelgäste parken kostenlos in der Garage an der Talstation in Lana, von dort fährt eine kleine Seilbahn in etwa sechs Minuten auf das Vigiljoch; das Hochplateau ist autofrei. Das Auto bleibt also in Lana, und das verändert die Planung: Wer abends unten im Ort essen möchte, plant die Rückfahrt mit der Seilbahn; wer oben bleibt, hat Waldwege und das Restaurant vor der Tür.
Das Hotel steht auf rund 1.500 Metern am Waldrand, ein langer, flacher Bau aus Lärchenholz, Glas, Naturstein und Lehm. Eigentümer Ulrich Ladurner und Architekt Matteo Thun haben ihn unter dem Motto „Eco, not ego“ geplant.



Welche Seite dein Zimmer hat, prägt den Tag. Je nach Lage schauen die Zimmer zu den Dolomiten und bekommen die Morgensonne oder zum Wald mit der Abendsonne. Es gibt 35 Zimmer mit 36 Quadratmetern und sechs Suiten mit 72 Quadratmetern. Die Superior-Zimmer öffnen sich zum Garten, die Deluxe-Zimmer haben einen Balkon, die Suiten das eine oder das andere.
Alle Kategorien haben große Fenster, eine Badewanne und eine separate Dusche. In den Superior-Zimmern ist das Bad offen, in den Deluxe-Zimmern trennt eine Wand aus Naturlehm Bad und Bett. Die Suiten haben einen eigenen Wohnbereich mit Südtiroler Bauernmöbeln.

Draußen beginnen die Wege in alle Richtungen; der Seilbahnbetreiber zählt mehr als 100 Kilometer. Ein alter Einersessellift fährt in etwa 15 Minuten auf 1.814 Meter, nahe an das Kirchlein St. Vigil mit Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Das Hotel bietet geführte Wanderungen, Mountainbikes und Yoga an, im Winter stellt es Schneeschuhe.





Gegessen wird an zwei Orten. Im Restaurant 1500 kocht Daniel Sanin regional und nach der Saison, mit Blick über Lana und das Tal; das Abendmenü wechselt täglich, auch das Frühstück gibt es hier. Tagsüber serviert die Stube Ida Südtiroler Gerichte und hat eine Sonnenterrasse. Ihr rund hundert Jahre alter Kachelofen hat früher das alte Berghotel geheizt.
Die Abende richten sich nach dem Fahrplan der Seilbahn, aber weniger streng, als man denkt. Für Hotelgäste gibt es Zusatzfahrten bis 23 Uhr, spätere lassen sich gegen Gebühr organisieren; ein Abendessen unten in Lana ist also möglich. Wer an den meisten Abenden im Ort essen möchte, wohnt besser in Lana selbst. Gäste von außen können mit Reservierung zum Abendessen ins Restaurant 1500 hinauffahren.



Für Regentage gibt es das Aquiléia Spa: 1.200 Quadratmeter mit einem 14 Meter langen Becken, Whirlpools drinnen und draußen, Sauna, Dampfbad und einem Ruheraum nur für Erwachsene. Im Frühjahr schließt das Hotel für einige Wochen; prüf die Daten vor der Buchung.




