Zabola: Ein Gut, das bewohnt wird

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Zabola: Ein Gut, das bewohnt wird

6. September 2026 · 2 Min · Redaktion CINCIN · Aktualisiert am 7. Oktober 2026

Foto: Pauline Roy Chowdhury / Zabola Estate

Sechshundert Jahre in einer Familie, enteignet, zurückgegeben, wieder bezogen. In Transsilvanien zeigt Zabola, was ein Hotel wird, wenn die Besitzer nicht ausziehen.

Zabola liegt am Rand der Karpaten im Szeklerland, im Osten Siebenbürgens, wo viele Menschen Ungarisch sprechen. Die Gästehäuser stehen in einem Schlosspark von rund fünfzig Hektar, umgeben von mehr als fünfhundert Hektar Wald und Wiesen, um die sich das Gut kümmert.

Die Geschichte des Guts ist seit Jahrhunderten mit der Familie Mikes verbunden. 1949 wurde es enteignet. Anfang der 2000er-Jahre begannen Gregor und Alexander Roy Chowdhury, Söhne der Gräfin Katalin Mikes, es wiederherzustellen; 2002 zog die Familie wieder ins Gartenhaus, das letzte Gebäude, in dem sie vor 1949 gewohnt hatte.

Die Häuser im Park

In Zabola wählt man ein Haus so sehr wie ein Zimmer. Das Neue Schloss ließ Ármin Mikes Anfang des 20. Jahrhunderts bauen. Das Untergeschoss des Maschinenhauses ist mehr als 250 Jahre alt; hier standen die Wasserpumpen und Generatoren des Guts, und es war das erste Gästehaus, das die Familie nach dem Ende des Kommunismus wieder öffnete. Das Alte Sattelhaus, rund 300 Jahre alt, nimmt seit mehr als zweihundert Jahren Gäste auf und wird wie das Gartenhaus als ganzes Haus vermietet. Familien schauen sich den Neuen Hof an, mit Schlafemporen für Kinder und nah am Reitstall.

Das Restaurant Zabola Style kocht nach der Jahreszeit: Kräuter und Gemüse aus dem biologischen Küchengarten, Honig von den eigenen Bienen, dazu Produkte aus den Dörfern ringsum. Im Schloss gibt es ein Spa mit Sauna, Whirlpool und Massagen, im Wald eine holzbeheizte Sauna.

Pferde, Bären und der Wald

Das Gestüt der Grafen Mikes geht auf das späte 17. Jahrhundert zurück; unter Ármin Mikes standen hier mehr als 300 Pferde. Gregor und Pauline Roy Chowdhury haben es 2018 wiederbelebt, und Gäste reiten mit Begleitung durch Park und Wald.

Die Bärenbeobachtung führt ein Ranger: mit dem Land Rover und zu Fuß zu einem Ansitz am Waldrand. Wie das Gut auf seiner Website selbst beschreibt, wird dort Futter wie Mais ausgelegt, damit sich die Bären zeigen. Der Ausflug dauert zwei bis drei Stunden, findet bis zum ersten Schnee statt und ist ab acht Jahren möglich; eine Sichtung ist nie garantiert.

Neu gebaut wurde nichts: Gäste wohnen in restaurierten Häusern aus dem 18. bis 20. Jahrhundert, und vieles, was auf den Tisch kommt, stammt vom Gut oder aus den Dörfern ringsum.

Praktisch

Der Flughafen Brașov liegt rund 70 Kilometer entfernt, Bukarest-Otopeni gut 200. Für die Anreise lohnen sich deshalb mehrere Nächte eher als ein kurzer Halt; mit vier Nächten bleibt Zeit für Ausflüge ins Szeklerland und Tage auf dem Gut. Welche Ziele sich lohnen, steht in unserem Beitrag Zabola und das Szeklerland. Reiten und Bärenbeobachtung vorher anmelden: Am Ansitz ist Platz für höchstens acht Gäste, und für geführte Ausritte gilt ein Gewichtslimit von 85 Kilogramm.

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