São Miguel: Wo übernachten? Nordküste oder Südküste

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São Miguel: Wo übernachten? Nordküste oder Südküste

1. Oktober 2026 · 3 Min

Wer auf São Miguel übernachtet, wählt zuerst eine Küste: dunkler Strand und Teefelder im Norden, Felsküste und Ponta Delgada im Süden. Zwei Häuser im Vergleich.

Die erste Frage bei der Suche nach einer Unterkunft auf São Miguel ist nicht das Hotel, sondern die Küste. Die größte Insel der Azoren hat zwei sehr verschiedene Seiten. An der Nordküste liegt bei Ribeira Grande ein langer Strand aus dunklem Vulkansand, weiter östlich ziehen sich Teefelder über die Hänge. Im Süden fällt die Küste felsig zum Meer ab, dort liegt Ponta Delgada, und am Stadtrand stehen die Gewächshäuser der Ananasplantagen.

Wir stellen für jede Seite ein Haus aus unserer Auswahl vor. Beide gehören zur Gruppe Singular Properties von João und Catarina Reis, sind aber für ganz unterschiedliche Reisen gemacht.

Nordküste: Santa Bárbara, der Strand vor der Terrasse

Santa Bárbara liegt direkt über der Praia de Santa Bárbara, die als einer der bekanntesten Surfstrände der Insel gilt. Eröffnet hat das Haus am 1. Juni 2015, laut Hotel als erstes Eco-Beach-Resort der Azoren. Die flachen Gebäude stehen zwischen Wiesen und sind mit Kryptomerie, Kork und Bambus verkleidet.

Wohnen ist hier eher Ferienwohnung mit Hotelservice: 30 Einheiten, alle mit Küchenzeile und Wohnbereich. Es gibt 14 Studios mit 50 m², sieben Villen mit einem Schlafzimmer und 68 m² und neun Villen mit zwei Schlafzimmern und 98 m². Die Blue & Green Studios teilen einen Salzwasser-Plunge-Pool, alle anderen Kategorien haben einen eigenen Whirlpool. In den größeren Villen ist Platz für bis zu sechs Personen.

Pool im Rasen vor dem Atlantik. Foto: Santa Bárbara Eco-Beach Resort
Pool im Rasen vor dem Atlantik. Foto: Santa Bárbara Eco-Beach Resort
Terrasse einer Retreat Villa. Foto: Santa Bárbara Eco-Beach Resort
Terrasse einer Retreat Villa. Foto: Santa Bárbara Eco-Beach Resort

Zum Resort gehört eine Farm von rund einem Hektar. Gemüse und Kräuter für die Tageskarte werden laut Hotel täglich geerntet; die Karten des Restaurants verantwortet der portugiesische Koch Vítor Sobral als beratender Küchenchef. Im Wellnessbereich gibt es einen Innenpool, einen Fitnessraum, Massagen und Yoga. Der Beach Club am Strand schließt laut Hotel von November bis Mai.

In der Umgebung: die Strandbar Tukátulá an der Praia de Santa Bárbara, die Teefabrik Chá Porto Formoso mit Verkostung oder, zu Fuß, der Rundweg durch die Teefelder bei Gorreana. Für einen Abend außer Haus kommt Quinta dos Sabores bei Rabo de Peixe infrage, ein Restaurant auf einer Farm, laut Betreiber Dienstag bis Samstag abends und mit Reservierung.

Die Nordküste passt zu allen, die ins Wasser wollen, Platz brauchen oder mit Kindern reisen.

Südküste: WHITE, ein kleines Haus über der Felsküste

WHITE liegt bei Lagoa an der Felsküste, nicht an einem Sandstrand. Das Haus verbindet die erhaltenen Steinmauern eines alten Sommerhauses mit hellen Suiten. Es ist klein: neun Suiten und The Villa auf dem Gelände. In den Unique Suites sind Teile des ursprünglichen Hauses erhalten, die Ocean Suites liegen im Obergeschoss und haben einen Balkon. Meerblick und eine Küchenzeile gehören laut Hotel zu allen Unterkünften.

WHITE nimmt Gäste ab 14 Jahren auf. Separat buchbar ist die Casa da Rocha, ein eigenes Haus rund 450 Meter vom Haupthaus entfernt, in dem auch jüngere Kinder willkommen sind; ihr Pool gehört zum Ferienhaus. Wer Bilder vergleicht, sollte diese Trennung kennen.

Der Pool von WHITE in der Dämmerung. Foto: WHITE Exclusive Suites & Villas
Der Pool von WHITE in der Dämmerung. Foto: WHITE Exclusive Suites & Villas
Suite mit Blick aufs Meer. Foto: WHITE Exclusive Suites & Villas
Suite mit Blick aufs Meer. Foto: WHITE Exclusive Suites & Villas

Abends isst man bei CARDUME im Haus: Fisch aus dem Atlantik, Produkte der Azoren und Gemüse von der Farm der Gruppe, ebenfalls mit Vítor Sobral als beratendem Küchenchef. Dazu kommen ein beheizter Außenpool, Massagen und Yoga sowie „The Hut“ mit Blick über die Klippe. Mit dem eigenen Motorboot bietet das Haus Touren aufs Wasser an.

Von hier ist Ponta Delgada nah. Für einen Abend in der Stadt steht Õtaka in unserer Auswahl, Nikkei-Küche mit Produkten der Azoren, laut Website Dienstag bis Samstag abends und nur mit Reservierung. Tagsüber lohnt die Ananasplantage Arruda in Fajã de Baixo; der Besuch ist laut Betreiber kostenlos.

Die Südküste passt zu Paaren, die Ruhe suchen und abends gern in die Stadt fahren.

Und Furnas?

Furnas mit dem Parque Terra Nostra, einem großen Garten mit Thermalbecken, ist von beiden Küsten aus ein eigener Ausflug und kein Ort, an dem man zwingend wohnen muss. Am besten einen ganzen Tag einplanen und aktuelle Zeiten und Tickets vorher auf der Website des Parks prüfen.

Kurz entschieden

Nordküste und Santa Bárbara: Strand vor der Tür, viel Platz, Küchenzeile, gut für Familien und alle, die surfen oder baden wollen. Im Winter bleibt der Beach Club geschlossen.

Südküste und WHITE: wenige Suiten, Gäste ab 14 Jahren, Felsküste statt Sand, Ponta Delgada in der Nähe.

Wer beides möchte, teilt den Aufenthalt. Die Häuser gehören zur selben Gruppe, und die Insel ist nicht groß.

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